Vorfreude

Am Donnerstag abend geht’s wieder los – zusammen mit einigen Freunden habe ich für 3 Tage eine Ferienwohnung in Bersbuch/Bregenzerwald zum Spartarif dank Nebensaison reserviert. Wir wollen 3 Tage mit Ski/Snowboard die örtlichen Skigebiete erkunden, die man mit dem 3-Täler-Skipass besuchen kann. Wenns uns gut gefällt, huschen wir vielleicht auch nur in Damüls rum.

Praktischerweise stellt sich bis Freitag eine Nordstau-Wetterlage ein – in Bregenzerwald dürften sich somit noch einige cm Neuschnee ansammeln…niiiiice :)

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Flumserberg und Walensee

Letzten Mittwoch bin ich für ein paar Tage in die Schweiz nach Flums gefahren. Dieses liegt unweit des Walensees in der Zentralschweiz. Von der nördlichen Talseite grüßen die sieben Churfürsten herüber, eine sehr markante Gipfelgruppe.DSCF1899.JPG

Donnerstag und Freitag war ich zum Snowboarden im Skigebiet Flumserberg. Mit dem Wetter hatte ich Glück (die Vorhersage hatte dieses Glück auch angekündigt): Mittwoch nachts gabs noch 10cm frischen Schnee im Skigebiet und am Donnerstag konnte ich dann im schönsten Sonnenschein die Puderzuckerauflage durchpflügen.DSCF1905.JPG Ich bin den ganzen Vormittag pausenlos die gleichen zwei Abfahrten (2er und 3er) zur Tannenheim-Talstation gefahren, da dort 1. fast keiner gefahren ist (wollten alle hoch hinaus) und 2. ich erstmal wieder auf dem Brett klarkommen musste (1. Tag der Saison für mich). Nach einer Mittagspause habe ich begonnen, das restliche Gebiet zu erkunden. Vieles habe ich für den zweiten Tag aufgehoben, da es recht weitläufig ist. Am zweiten Tag bin ich dann weiter herumgekommen. Besonders gefallen hat mir der Wechsel über den Maschgenkamm auf die südlichere Seite des Gebiets. Hier hat man nachmittags noch Sonne, wenn der Rest des Gebiets bereits im Schatten liegt. Dort gibts eine schöne unpräparierte Abfahrt, die ich zweimal genossen habe. Davon abhalten konnte mich auch nicht, dass man über einen seeeehr flachen Ziehweg ins Skigebiet zurückrutschen musste. Auf solchen Wegen ist man mit Board natürlich immer ein bisschen im Nachteil.

Während der zwei Tage im Skigebiet habe ich mit meinem Bus auf dem Campingplatz Höfli in Flumserberg/Bergheim übernachtet, welcher für wenig Geld auch im Winter Stellplätze anbietet. Vom Campingplatz fährt ein kostenloser Skibus in 10min hoch zum Skigebiet.

Am Freitag abend bin ich dann ins Tal hinunter gefahren und habe auf einem Parkplatz direkt am Walensee übernachtet. Am Samstag war das Wetter wieder super sonnig. An solchen Tagen ist der Flumserberg mit Zürchern bevölkert, die einen Tagesausflug dorthin machen. DSCF1936.JPGDSCF1949.JPGIch habe daher das Skigebiet der von MO bis FR arbeitenden Bevölkerung überlassen und bin auf die Südseite des Tals gestiegen, um den Churfürsten ein wenig näher zu kommen. Irgendwie hatte ich den Tag etwas anders geplant, denn in meinem Rucksack befand sich zwar mein Notebook aber nur wenig Essen und Trinken. Ziel war erstmal nur der auf knapp 800m gelegene Ort Walenstadtberg. Irgendwie packte mich dann jedoch das Wanderfieber und so beendete ich meine Wanderung erst auf 1300m an einer Alp. Es war erstaunlich wie wenig Schnee auf der Südseite lag. Erst zum Ende hin musste ich mit tiefem Schnee bedeckte Hänge hochsteigen, was dank einer gefrorenen Schneeschuhspur relativ einfach war.

Sonntag kamen dann wärmere Luft und Regen ins Tal. Ich habe den Vormittag noch gelesen und die lokalen Backwaren getestet und bin nachmittags dann nach Hause gefahren.

Bilder von dieser Tour.

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Wintercamping im Harz

Am Wochenende war ich mit Tobi zum Wintercamping in Torfhaus im Harz. Lustigerweise kam ausgerechnet an diesem Wochenende ein krasser Wintereinbruch mit Kaltluft und ordentlich Schnee. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatten wir dann auch fast -20° in Torfhaus. Dank zweier Gasöfen haben wir Tobis Bus jedoch auf gemütliche Temperatur gebracht und “Gran Torino” von Clint Eastwood geguckt. Vom Grill gabs leckere heiße Bratwurst dazu :) Unsere Busse auf dem Liftparkplatz in Torfhaus
Nur beim Pennen in meinem Bus war mir dann auf Dauer zu kalt, da mein Schlafsack ein bisschen duenn war. Eine Decke hatte ich leider auch nicht dabei.
Am Samstag sind wir dann durch frischen Pulverschnee auf die Wolfswarte gewandert. Trotz ihrer Nähe zu Torfhaus wandert dort kaum jemand hin, stattdessen gehen fast alle Richtung Brocken. Glück für uns, so hatten wir unsere Ruhe. Die meisten Wegen, die wir gegangen sind, waren dann auch ungespurt. So haben wir uns im Tiefschnee dann Schneeschuhe gewünscht, in Mulden sank man fast bis zur Hüfte ein. Blick von der Wolfswarte Richtung AltenauBlick von der Wolfswarte Richtung BrockenOben auf dem Gipfel haben wir uns im schönsten Sonnenschein Suppe gekocht. Leider taugen gasbetriebene Kocher und Heizungen bei der Kälte nicht mehr viel, dies war eine der Erfahrungen dieses Wochenendes.
Am Samstag abend bin ich dann noch zurück nach Ludwigsburg gefahren.

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Bikepark Bad Wildbad

Vor zwei Wochen bin ich mit Karo nach Ludwigsburg (bei Stuttgart) gezogen. Das ist dann also meine neue Basis hier…bis jetzt gefällt mir der Süden gut :) Nach dem ganzen Umzugsgerödel bin ich am Samstag zum ersten Mal wieder mit dem Radl losgezogen.
Mit meinem Bus bin ich ins 65km entfernte Bad Wildbad gefahren. Dies ist eine Kurstadt im nördlichen Schwarzwald, die auf ihrem Hausberg (dem Sommerberg) einen kleinen aber feinen Bikepark hat. Dort habe ich mich mit einigen Leuten aus dem IBC-Forum getroffen.
Bei diesem Park ist alles ein bisschen anders: Die erste Auffahrt auf den Sommerberg erledigt man selbst und stellt sein Auto auf den Parkplatz an der Bergstation. Die erste Abfahrt ist kostenlos, damit man schauen kann, ob einem der Park gefällt. Am Kiosk unten vor der Bergbahn werden dann Tageskarten verkauft.
Derzeit wird zwei Wochen lang die auf den Berg führende Standseilbahn überholt. Als Ersatz fuhr daher am Wochenende ein Shuttle: Ein zerdengelter Lieferwagen, in den hinten sowohl Räder als auch Radler hineinkamen. Sehr urig auch dank der netten Shuttle-Fahrer :)
In Bad Wildbad gibt es mehrere Strecken. Nach einhelliger Meinung der Locals (und fast-Locals aus Stuttgart) lohnen jedoch nur die Strecken Downhill1 und 2. Ich bin daher auch nur diese beiden gefahren.
Bei der ersten Abfahrt haben uns die Locals den Downhill1 gezeigt. Dieser hat in den meisten Sektionen mehrere Lines, so dass man unzählige Varianten fahren kann. Es war auch noch größtenteils die Strecke vom diesjährigen IXS-Downhillrennen markiert.
Die Strecke ist durchgehend relativ steil (jedoch nicht so steil wie Innsbruck). Es hat dort Stufen, Stufenkombinationen, sehr viele Steine (auch große Steinfelder) und Wurzeln. Alles in allem also eine schöne Naturstrecke. Doubles, Kicker und Drops gibt es auch ein paar, aber nicht übermäßig viele. Den Downhill1 sind wir ein paar mal runtergefahren.
Der Downhill2 ist noch ein wenig naturbelassener. Dort hat es keine Sprünge, dafür geht es steil über Felsen und Wurzeln hinab. Nach der ersten Abfahrt fing es jedoch an zu regnen. Bei der zweiten und letzten Abfahrt waren die Felsen daher schon sehr rutschig. Da es eh langsam dunkel wurde, haben wir dann Feierabend gemacht.
Mein Fazit: Total geil! Das hat mächtig Spaß gemacht. Nach Bad Wildbad werde ich in Zukunft öfter fahren. Der Park macht auch netterweise keine Winterpause, so dass man immer fahren kann, wenn das Wetter passt.
Eine Park-mäßige Ausrüstung habe ich mir auch zugelegt: Am Freitag abend hatte ich mir in einem Radladen in Feuerbach noch einen Fullfacehelm besorgt. Am Samstag hatte dann einer der Locals ein Oberkörperjacket dabei, welches ihm nicht passte, mir jedoch wie angegossen. Dieses hab ich dann zum Spitzenkurs übernommen. Ich glaub über den Winter bau ich mir ein Parkradl zusammen, mein Pitch ist mir nicht robust genug.

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Tour rund um den Brocken

Am Samstag bin ich mal wieder in den Harz gefahren. Diesmal per Bahn, um die letzten Tage meines studentischen Zugtickets noch auszunutzen. Um 9 habe ich mich mit Toschi in Bad Harzburg getroffen. Er hatte sich eine Route ausgedacht, die uns zu vielen bekannten Trails rund um den Brocken führen sollte. Danke dafür!

Ab Bad Harzburg sind wir mit dem Bus (Mitfahrt ist für umme mit dem Zugticket möglich!) erstmal hoch nach Torfhaus gefahren. Von dort dann über Märchenweg und die Trails am Oderteich zum Achtermann. Dort wieder runter auf dem bekannten verblockten Trail, wobei wir noch eine Alternative in der Umgebung gesucht haben, die Toschi in einer alten Karte entdeckt hat. An der großen Granitklippe in der Mitte des Trails haben wir ebenfalls haltgemacht und die diversen Lines ausprobiert.

Ab dann gings durch ein Bodetal (es gibt mehrere Bodes) zum dreieckigen Pfahl. Über den frisch auf 3m lichte Breite erweiterten Goetheweg sind wir hoch zur Brockenstraße gefahren. Für uns war dies die Erstbefahrung des neuen Goethewegs :) Ist schon ok, dass der jetzt so breit ist. So kann man ihn wenigstens ohne Bedenken mit dem Radl nutzen, ohne Konflikte mit den zahlreichen Wanderern befürchten zu müssen. Das ist schließlich die direkteste Verbindung von Torfhaus zum Brocken.

Von der Brockenstraße sind wir auf den Glashüttenweg abgebogen und zum Einstieg des Moorstiegs gefahren. Den Moorstieg gings hinauf zur Leistenklippe, wobei Toschi sogar recht viel des Trails gefahren ist. Ich habe derweil schiebenderweise Kräfte gespart :) Von den Leistenklippen gings hinunter  auf dem Beerenstieg, welcher harztypisch über Granitblöcke nach unten führt. Den Anschluß kannte ich noch nicht: Ein Trail am Ottofelsen vorbei (leider haben wir den richtigen Einstieg verpasst) führte uns zur steinernen Renne, die ich zum ersten Mal gefahren bin. Bei schön trockenen Steinen haben wir einige Sektionen mehrfach probiert und Fotos gemacht. Am Ausgang  der steinernen Renne sind wir über eine Wasserrinne noch abgebogen und haben Trails hinab zum Renne-Bahnhof gesucht und auch einen wenig befahrenen gefunden. Die Harzer-Schmalspur-Bahn brachte uns schließlich mit Dampfkraft wieder hinauf zum Schierker Bahnhof. Über den Pfarrstieg sind wir hinab nach Schierke gefahren und von dort die letzten 300hm des Tags hinauf zum dreieickigen Pfahl. Dort trennten sich unsere Wege: Toschi fuhr zu seiner Übernachtsgelegenheit, um noch einen Tourentag im Harz dranzuhängen. Ich dagegen fuhr über den Salzstieg und den Trail entlang der Radau hinab nach Bad Harzburg, um mit dem Zug zurück nach Hannover zu fahren.

Leider hatte ich ungefähr 100m vor dem Ortseingang Bad Harzburg einen Platten am Hinterrad…bis zur Zugabfahrt waren es da noch 10 Minuten. Schlauchwechsel ging nicht mehr, da der Bahnhof am anderen Ende der Fussgängerzone  liegt und man dahin den Ort längs durchqueren muss. Ich bin dann also mit plattem Hinterrad durch die (zum Glück leicht abschüssige) Fussgängerzone geeiert. Um meine Hinterradfelge macht ich mir keine Sorgen, ist eine Sun Single Track, die hält sowas aus. Mehrere Passanten gaben hilfreiche Hinweise: “Sie haben hinten einen Platten.” “Danke!”. Auf die Minute ereichte ich dann total fertig meinen Zug. Die Zugfahrt verbrachte ich mit Schlauchwechsel und Dösen. Zum Bierkauf war ja leider keine Zeit mehr gewesen, ich hätte echt gern eins im Zug getrunken.

Hier noch ein paar Actionfotos. Ich finde, da sind ein paar gelungene dabei.

Noch mehr Fotos.

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Trails rund um Sieber im Harz

Am Samstag waren wir mal wieder zu dritt im Harz. Den Bus haben wir in Sieber im Südharz geparkt, um die Trails in der Umgebung zu erforschen. Ich wollte endlich mal den Günther-Schmidt-Trail fahren, den wir bei einem früheren Besuch nicht gefunden hatten.

Auf angenehm zu fahrendem Forstweg sind wir zunächst hoch zur Hanskühnenburg gefahren. Lediglich die letzten 50hm sind eine steile Schotterrampe. Von dort gings erstmal den Tante-Ju-Trail runter, den Daniel und ich vom letzten Mal schon kannten. Am Ende eines Trailabschnitts gibts einen kleine Stufe. 3 Fahrer demonstrieren 3 Möglichkeiten, dort hinunterzukommen :)

Über Auerhahnplatz sind wir dann einen schönen Weg zurück zur Hanskühnenburg gefahren. Wetter und Aussicht waren top, es war ein super-sonniger Spätsommertag.

Von der Hanskühnenburg zum Einstieg des Günther-Schmidt-Trails wars dann noch ein Stück, auf dem Weg verschenkt man leider 100hm oder so. Die Gegend am Traileinstieg ist recht abgelegen und einsam, ich denke mal, da verirren sich kaum Wanderer hin. Direkt am Einstieg steht ein Fernsehsender mit kleinem Technikschuppen, aus dem man das Summen der Anlagen hört. Das ganze kam mir ein wenig Lost-mässig vor :) Der Trail ist am Anfang leider von Forstmaschinen zerfahren, wird dann aber schnell zu einer spassigen Angelegenheit. Direkt auf dem Bergrücken fährt man recht steil nach Sieber rein. Eine verfallene Steinmauer am Trail lud zum Rumspielen ein.

In Sieber haben wir kurz Pause am Bus gemacht. Zum Glück konnte ich Daniel und Tobi noch motivieren, auf den Breitentalskopf zu fahren. Für den Preis von 250hm Auffahrt auf gemütlichem Forstweg gibts einen kurvigen Waldtrail hinunter nach Sieber. Mehr als 20 teils steile und enge Serpentinen am Stück, das findet man im Harz nicht oft. Definitiv der beste Serpentinentrail, den ich im Harz kenne (wenn jemand einen besseren kennt, dann immer her damit!). Auf dem Nachbarhügel gibt es wohl einen ähnlichen Trail, der wird dann beim nächsten mal in Augenschein genommen. Nach diesem schönen Abschluß sind wird zurück nach Hannover gefahren.

Alle Fotos.

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Magdeburger Weg im Harz

Frank Schneider zeigt bei Youtube, wie man den Magdeburger Weg bei Torfhaus im Harz runterfährt. Für die Schlüsselstelle hat er gleich zwei Varianten. Gedreht haben das Video die Leute von ridethemountain. Ich bringe das hier deshalb, weil ich den Magdeburger Weg auch schon ein paar Mal gefahren bin, leider nicht so flüssig wie der Herr Schneider :) Ist auf jeden Fall auffällig, dass er mit sehr viel Druckstufe am Heck fährt, so klappen die Trial-Moves besser.

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Deister

Habe nach meinem Alpenausflug eine Woche Pause gemacht, damit die geschundenen Knie sich erholen konnten. Das Wetter war auch recht kühl und regnerisch. Gestern hats auch geregnet, der Wetterbericht sagte jedoch ab mittag Trockenheit voraus.

Um 17:00h bin ich dann losgefahren, über Benther und Gehrdener Berg zum Deister. Dort erstmal hoch zur Laube. Ich habe dann den Satellitentrail gesucht, da ich diesen noch nicht kenne und nur ungefähr wusste, wo er ist. Den Einstieg zum zweiten steileren Teil habe ich nicht gefunden. Bin dann auf einem anderen Trail hinabgefahren und habe dann zufällig den Ausstieg des Satellitentrails gefunden. Ich habe mein Rad dann den Trail hochgetragen, um so den Einstieg zu finden. Das war nicht ganz einfach, da meine ollen Skate-Schuhe quasi kein Profil mehr haben und der feuchte steile Trail sehr rutschig war. Irgendwie hats dann aber doch geklappt. Freue mich schon auf des Befahrung des Trails in “richtiger” Richtung. Oben angekommen musste ich dann auf einem Forstweg runter fahren, um die S-Bahn um 20:00h nach Hannover noch zu kriegen. Mittlerweile wars auch schon recht dämmerig im Wald. Bald kommt der Herbst.

800px-Feuersalamander_portraitBeim Hochtragen auf dem Trail habe ich einen Feuersalamander gesehen, er querte ganz langsam vor meinen Füßen den Trail. Fand ich echt toll, ich hätte nicht gedacht, dass diese Tiere im Deister leben.

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Tag 8: Nordketten Singletrail

Innsbruck, Parkplatz der Nordkettenbahn

So, heute bin ichs endlich gefahren, das Downhill-Monster von Innsbruck. Pennen auf dem Parkplatz der Hungerburgbahn ging gut. So konnte ich heute morgen um halb 9 direkt zur Kassa stiefeln und mir eine Tageskarte holen. Gegen 10 bin ich dann zum ersten Mal die knapp 1000hm hochgegondelt mit der Hungerburgbahn.

Oben Protektoren angelegt, alles zurechtgezuppelt und dann ab auf die Strecke. Die Strecke ist unterteilt in mehrere Sektionen die durch Forstwege unterbrochen sind. Los gehts mit dem Starthang, dann kommen der “3er-Stützen-Albtraum” und die “Mischwaldsektion”. Danach noch ein paar andere. Die Strecke ist auf jeden Fall derbe anspruchsvoll. Da sie komplett in der Lifttrasse entlangläuft ist sie durchgängig sehr steil. Der Untergrund ist felsig, in den Latschen- und Waldsektionen natürlich auch wurzelig. von der Grundidee gar nicht mal anders als die bisherigen Trails meines Urlaubs. Was das ganze so schwer macht, ist die Menge an Bikern die dort runterbricht. Dadurch sind die Sektionen teilweise extrem ausgefahren. Dazu kommt die Vorliebe der Erbauer für extrem viele, enge Kurven, gerne auch mit Stufen drin. Oder Stufenkaskaden, 4 Hammerstufen kurz hintereinander, so dass es einen aushebelt. Durch das Ausfahren waren die Stufen mittlerweile sicherlich höher als 60cm.

Die Strecke war heute relativ trocken und wurde in Laufe des Tages immer trockener und staubiger. Bei Trockenheit lässt der Grip doch sehr stark nach, man muss sich dran gewöhnen, ewig über beide Räder zu rutschen. Am besten gehts wohl nach einem Regen, wenn der Boden feucht, aber nicht mehr nass ist.

Was ich sehr nett fand, waren die Begegnungen auf der Strecke. Die Locals waren sehr aufgeschlossen mit Tipps zur Strecke, war auf jeden Fall nett zwischendurch immer mal wieder zu quatschen. Am Vormittag war ich fast alleine auf der Strecke, ab mittag wurde es dann voller.

Auf der Hälfte der ersten Abfahrt musste ich erstmal Bremsbeläge hinten wechseln. Meine zweite Abfahrt war auch irgendwie die beste, ich kannte die Strecke schon ein wenig und war noch relativ fit. Da gingen dann schon einige Sektionen. Es hat dann nur noch für eine dritte Abfahrt gereicht, die Kontrolle übers Radl ließ stark nach, ich konnte nicht mehr gescheit Bremsen. Dazu kam, dass ich mich ein paar mal odentlich hingepackt hab. Brauche auf jeden Fall neue Knie/Schienbeinschoner, meine jetzigen rutschen immer runter und so habe ich beide Knie blutig bekommen. Dazu ein paar Kratzer und Prellungen, aber nix ernstes. Bin auf jeden Fall am ganzen Körper lädiert.

Für sowas machts echt Sinn, einen Fullfacehelm und noch nen Oberkörperpanzer anzulegen. Werde ich auf jeden Fall beim nächsten Mal tun. Mein Fazit: Macht richtig Bock, etwas mehr Plastik am Körper und dazu noch ein paar Übungstage, dann käme ich da schon mit Anstand runter.

Das beste zum Schluss: jetzt ratet mal, wen ich auf der Strecke getroffen hab: Mister Hans Rey höchstpersönlich. Die Erbauer der Strecke ließen es sich nicht nehmen, dem Meister die Strecke zu zeigen. Er ist wohl in der Gegend, weil er bei irgendeiner Veranstaltung eine Trial-Show liefert.

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Tag 7: Auf den Spuren des Kini

Innsbruck, Parkplatz der Nordkettenbahn, 890m

Erstmal zu Tag 6: Ich bin vom Biberwier um das Zugspitzmassiv herum nach Garmisch-Partenkirchen gefahren. Endlich wieder in Deutschland, konnte ich gleich mal bei Aldi einkaufen. Kurz durch GAP durch, dann weiter in den beschaulichen Ort Krün. Ich musste bestimmt fünfmal durch den Ort durchfahren, bis ich endlich einen kostenlosen Parkplatz hatte. Alle anderen waren fein mit Parkautomaten versehen. Habe dann später gemerkt, dass wohl einige Hoteliers rebellieren und direkt neben kostenpflichtigen Parkplätzen die Leute zum umsonst parken auf ihren Grund einladen. Sachen gibts…

Na auf jeden Fall habe ich die Tour von Tag 7 probiert, bin allerdings erst um 14:00h losgefahren. Bei der ersten Alm fing es jedoch an zu regnen, ich habe dann fast 2 Stunden das Ende des Regens abgewartet und bin wieder zum Bus runtergefahren. Im Tal war das Wetter besser, bin dann noch baden gegangen. Somit war das quasi ein Ruhetag bis auf die 400hm Kurbelei hoch zur Alm.

Die Tour heute ist ein Vorschlag von Max, Ziel ist die Schöttelkarspitze, ein Gipfel mit 2050m am Eingang zum Karwendel. Auf dem Gipfel hat König Ludwig II. (der “Kini”) sich ein Teehaus bauen lassen, was dann irgendwann abgebrannt ist.Damit der König raufreiten konnte, wurde bis oben ein relativ flacher Weg mit vielen Serpentinen angelegt.

Los gings also in Krün, erstmal 400hm auf größtenteils angenehmer Forststraße. Nächstes Ziel nach der Alm ist das Soiernhaus, welches einmal über einen Weg und einmal über den Lakaiensteig erreicht werden kann. Ich habe mich für den Lakaiensteig entschieden, da dieser im Gegensatz zum Weg nicht noch in ein Tal hinabführt. Anfangs war der Steig sogar gut fahrbar, ab der Hälfte wurde der Pfad jedoch zusehends schmaler und felsiger. Es wurde dann also doch ein wenig mühselig, aber irgendwann war ich dann am Soiernhaus.

Von dort wurde der Weg wieder einfacher und ich konnte mein Radl tatsächlich auf relativ flachem Weg bis kurz unter den Gipfel schieben. Stellenweise lagen große Felsen im Weg, aber für die Abfahrt stellten diese keine Probleme dar. An zwei Stellen war der Weg abgeruscht und dadurch etwas schmaler, aber immer noch fahrbar.

Der Pfad zum GipfelCa. 50hm unter dem Gipfel habe ich dann mein Radl zurückgelassen, da es steiler und felsiger wurde. Also fix auf den Gipfel gegangen und die Aussicht genossen. Ab dem Gipfel gibt es in umittelbarer Nähe weitere einfache Gipfel (Soiernspitze z.B. noch 200m höher), die über Gratwege erreicht werden können. Dann natürlich ohne Rad. Ich bin daher gleich wieder abgefahren. Ich war auf dem schmalen Pfad doch recht angespannt, da es natürlich an einer Seite recht steil runter geht. Habe mich bemüht, die schmalen Serpentinen sauber zu fahren. Man muss auch echt aufpassen, keinen Stein loszuschicken, da auf dem Pfad weiter unten Wanderer unterwegs waren. Hat aber alles gut geklappt, die Wanderer waren relativ überrascht, dass jemand sein Rad mit nach oben nimmt. Runter gings dann echt fix. Ab dem Soiernhaus bin ich diesmal den Weg gefahren, der Lakaiensteig hätte einige Tragestellen gehabt. Der Weg war aber auch echt nett, hatte wieder viele Serpentinen und gröbere Steine drin.
Baden in der IsarBei der Alm noch Kuchen gegessen und dann über einen letzten Steig hinab ins Isar-Tal. Krün liegt im Isar-Tal und mein Bus stand direkt auf dem Wanderparkplatz an der Isar. So konnte ich nach der Tour noch in der Isar baden, war auch echt heiss in der Sonne im Tal.

Bin dann im Anschluß gemütlich durch Mittenwald nach Innsbruck gefahren. Habe dann relativ schnell den Weg zur Talstation der Nordkettenbahn im Stadteil Hungerburg gefunden. Auf dem zweiten, etwas abseits gelegenen Liftparkplatz penne ich heute.

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